Weimar – Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Kulturstadt

Deutsches Nationaltheater mit Goethe-Schiller-Denkmal

Relativ mittig zwischen Erfurt und Jena befindet sich Weimar. Die viertgrößte Stadt Thüringens ist einer der bedeutendsten kulturellen und geschichtlichen Orte in Deutschland und ein wirklich tolles Ziel für eine Städtereise.

Bekannt ist Weimar vor allem als Heimat von Schiller und Goethe, aber auch andere große Künstler wie Cranach, Bach, Herder, Nietzsche oder Liszt verweilten hier. Außerdem wurden in Weimar das Bauhaus und die Weimarer Republik gegründet. Hier war ganz schön was los. Kein Wunder also, dass die Stadt 1999 Kulturhauptstadt Europas war.

In diesem Beitrag zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Weimar und der Umgebung und geben dir praktische Tipps für deinen Städtetrip.

Sehenswürdigkeiten in Weimar

Marktplatz

Der Marktplatz wurde um das Jahr 1300 herum angelegt und ist der zentrale Ort der Stadt. Seine prägnante Gestalt erhielt er im 16. Jahrhundert. Er ist idealer Ausgangspunkt für Stadtrundgänge und lädt zum Verweilen und Schlendern ein.

Außerdem findest du hier das Rathaus, das 1841 im neugotischen Stil erbaut wurde. Seine beiden Vorgängerbauten sind einem Brand zum Opfer gefallen. Seit 1987 befindet sich im Rathausturm ein Porzellanglockenspiel aus Meissener Porzellan, das viermal täglich erklingt (außer im Winter). Zur Weihnachtszeit verwandeln sich die 24 Fenster an der Ostseite in einen riesigen, beleuchteten Adventskalender.

Rathaus in Weimar

Vor dem Rathaus steht der Neptun Brunnen, der älteste Brunnen der Stadt. Schon seit 1540 existiert an dieser Stelle ein Ziehbrunnen. Die Neptunfigur wurde aber erst 1774 aufgestellt und 1928 und 1971 durch Kopien ersetzt. Das Original befindet sich in den Weimarer Kunstsammlungen.

Neptun Brunnen auf Marktplatz in Weimar

Der Marktplatz hat noch eine weitere Weimarer Sehenswürdigkeiten zu bieten: das Cranachhaus, in dem im 16. Jahrhundert die bekannten Maler Lucas Cranach der Ältere und sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere lebten. Besonders sehenswert ist das Renaissance-Haus aufgrund seiner wunderschönen Fassade.

Cranach Haus in Weimar

Im Gebäude befindet sich heute das Theater im Gewölbe.


Jedes Jahr am zweiten Oktoberwochenende ist der Marktplatz Schauplatz des berühmten Zwiebelmarktes.

Das älteste und größte Volksfest Thüringens wurde 1653 erstmals schriftlich erwähnt. Damals deckte sich die Bevölkerung mit dem Wintervorrat an Zwiebeln und Gemüse ein. Heute gibt es einen riesigen Markt mit 600 Ständen und ein großes Bühnenprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen.

Auch der jährliche Weihnachtsmarkt findet auf dem Marktplatz statt.

Stadtschloss Weimar

Das Stadtschloss Weimar befindet sich am nördlichen Ende des Ilmparks und wurde 1998 zusammen mit anderen bedeutenden Denkmälern als das Ensemble „Klassisches Weimar“ zum UNSECO Weltkulturerbe erklärt. Eine Liste der zugehörigen Denkmäler findest du hier.

Bereits im 10. Jahrhundert entstand an dieser Stelle eine Wasserburg. Die vermutlich größtenteils auch Holz bestehende Burg brannte 1299 ab. Nach einem erneuten Brand wurde 1439 eine steinerne Burg errichtet. Aus dieser Zeit existiert heute noch der Hausmannsturm und der sich anschließende Torbau. 1535 wurde die Burg zum Renaissance-Schloss umgestaltet.

Stadtschloss Weimar

Die folgende Zeit war geprägt von weiteren Bränden und Umbauarbeiten. Der letzte Wiederaufbau ab 1789 erfolgte unter maßgeblicher Beteiligung von Goethe. Aus dieser Zeit stammt der klassizistische Innenausbau.

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1918 diente das Schloss als Residenz der Herzöge Sachsen-Weimar und Eisenach. Ab 1923 wurde fast das gesamte Schloss ein Museum. Heute beherbergt das Schlossmuseum eine umfassende Ausstellung mit dem Schwerpunkt Malerei von 1500-1900.

Seit 2018 wird das Schloss durch die Klassik Stiftung Weimar saniert und schrittweise wieder für die Bevölkerung zugänglich gemacht. Aktuell kann das Dichterzimmer im Rahmen einer Führung besichtigt werden. 2023 soll das Stadtschloss wieder geöffnet werden.

Schillers Wohnhaus

Das Schillerhaus (oder Schillers Wohnhaus) ist eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Weimar. Das Haus, in dem Friedrich Schiller die letzten 3 Jahre seines Lebens verbrachte, dient heute als Museum.

Schillers Wohnhaus

Auf einem Rundgang kannst du dir die Diener- und Wirtschaftsräume, die Zimmer von Schillers Ehefrau und seiner Kinder und den Wohnbereich der Familie ansehen. Das Highlight ist das Arbeitszimmer, in dem Schiller verstarb. Dessen Einrichtung ist noch heute weitgehend original.

Eintritt: Erwachsene 8 €, ermäßigt 6 €

1988 wurde hinter dem historischen Wohnhaus ein Museum errichtet, das dem Leben und Wirken von Schiller gewidmet war. Heute finden im Schiller-Museum Wechselausstellungen statt.

Eintritt: Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €, unter 16 Jahren frei

Goethes Wohnhaus

Ebenfalls zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Weimar gehört Goethes Wohnhaus, in dem erst fast 50 Jahre lebte.

Das Haus wurde 1792 durch die Herzogliche Kammer erworben und Goethe als Dienstwohnung überlassen. Nur 2 Jahre später bekam er das Haus von Herzog Carl August geschenkt. Offiziell übereignet wurde es allerdings erst 1807.

Zwischen 1792 und 1795 ließ man umfangreiche Umbauten im klassizistischen Stil vornehmen. Hervorzuheben ist hier der breite Treppenaufgang, der von Goethe höchstselbst nach italienischem Vorbild entworfen wurde.

Nach seinem Tod bewohnten die Schwiegertochter und deren Kinder das Haus, bevor im Jahre 1886 zunächst das Vorderhaus und später auch die Arbeits- und Wohnräume als Museum eröffnet wurden.

Heute sind 18 Räume für die Besichtigung zugänglich. Als Höhepunkt gilt das Arbeitszimmer mit der Privatbibliothek des Dichters und der Hausgarten, der noch immer weitestgehend dem Zustand der 1820er-Jahre entspricht.

Eintritt: Erwachsene 13 €, ermäßigt 9 €

Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche)

Die Stadtkirche St. Peter und Paul ist das bedeutendste Kirchengebäude der Stadt. Das heutige Bauwerk geht auf eine dreischiffige Hallenkirche zurück, die zwischen 1498 und 1500 im spätgotischen Stil erbaut wurde.

Im Volksmund wird die Kirche als Herderkirche bezeichnet. Johann Gottfried Herder wirkte bis zu seinem Tod 1803 als Generalsuperintendent und wurde auf dem dazu gehörigen Friedhof bestattet. Hinter der Kirche findest du Herders Wohnhaus.

Herderkirche in Weimar

Ein Highlight ist das Altarbild, das von Lucas Cranach dem Jüngeren von 1552 bis 1555 erschaffen wurde und heute als Hauptwerk der sächsisch-thüringischen Kunst des 16. Jahrhunderts gilt. Auch der Lutherschrein ist sehenswert. Martin Luther selbst predigte mehrfach in der Kirche.

Daneben findest du hier die fürstlichen Gräber der ernestinischen Linie der Wettiner. Als letzte Regentin wurde 1807 die Herzogin Anna Amalia bestattet.

Wer möchte, kann die Kirche im Rahmen von kostenpflichtigen Führungen besuchen. Hier findest du Termine und Preise.

Jakobskirche

Die Jakobskirche wurde 1168 als Pilgerkirche auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela auf dem danach benannten Jakobshügel erbaut. Nachdem sie wegen Baufälligkeit 1712 abgerissen werden musste, ließ Herzog Wilhelm Ernst ein Jahr später an deren Stelle eine einschiffige Barockkirche errichten.

Jakobskirche in Weimar

Im Jahr 1806 wurden Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius in der Kirche getraut. Auf dem dazu gehörigen Jacobsfriedhof, der 1927 zu einer Gartenanlage umgebaut wurde, fanden namhafte Persönlichkeiten wie Lucas Cranach der Ältere und Friedrich Schiller ihre letzte Ruhe (zu Schiller später mehr). Auch Goethes Ehefrau setzt man hier bei.

Die Kirche kann im Rahmen der Öffnungszeiten kostenfrei besichtigt werden. Besonders lohnenswert ist der Turmaufstieg. Von oben hast du einen tollen Blick über Weimar. Wer möchte, kann am Ende des Besuchs eine kleine Spende dalassen.

Historischer Friedhof mit Fürstengruft

Als der Platz auf dem Jacobsfriedhof nicht mehr reichte, errichtete man zwischen 1814 und 1818 den „Neuen Friedhof vor dem Frauentore“.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Historische Friedhof im nördlichen Teil der parkähnlichen Anlage und die Weimarer Fürstengruft.

Der Historische Friedhof ist einer der meistbesuchten Friedhöfe Deutschlands. Um das Erscheinungsbild zu wahren, finden in diesem Areal heute keine Beerdigungen mehr statt.

Fürstengruft in Weimar

Die Fürstengruft diente bis auf 2 Ausnahmen ausschließlich als Grabstätte der fürstlichen Familie Sachsen-Weimar-Eisenach. Im Dezember 1827 wurden die vermeintlichen Gebeine Schillers vom Jacobsfriedhof hierher überführt und auf eigenen Wunsch hin ließ sich Goethe nach seinem Tod 1832 neben seinem langjährigen Freund beisetzen.

Info: Als man Schillers Gebeine vom Jacobsfriedhof überführen wollte, konnte man sie nicht mehr eindeutig zuordnen. Deshalb nahm man die Gebeine mit, die am ehesten in Frage kamen. 1911 wurde ein weiterer Schädel gefunden, der ebenfalls Schiller zugeordnet wurde.

Bei einer aufwendigen DNA-Analyse stellte man 2008 fest, dass keiner der beiden Schädel von Schiller ist und die Gebeine mindestens 3 verschiedenen Personen gehören. Aus diesem Grund ist der Sarg in der Fürstengruft heute leer.

Eintritt für die Fürstengruft: Erwachsene 5 €, ermäßigt 4 €, unter 16 Jahren frei

Fürstengruft von innen

Ebenfalls auf dem Gelände, direkt hinter der Fürstengruft, befindet sich die Russisch-Orthodoxe Kapelle, die man zwischen 1860 und 1862 über dem Grab der Großherzogin Maria Pawlowna errichtete. Beide Gebäude sind unterirdisch miteinander verbunden.

Russisch-Orthodoxe Kapelle

Als Mitglied der russischen Zarenfamilie war Pawlowna verpflichtet in russischer Erde beerdigt werden. Gleichzeitig musste sie als Regentin von Sachsen-Weimar-Eisenach in Weimar begraben werden. Um das Dilemma zu lösen, brachte man mehrere Wagenladungen Erde aus der Gegend um Sankt Petersburg nach Weimar und schüttete sie zu einem Hügel auf, auf dem die Kapelle gebaut wurde.

Während des Baus legte man einen Durchbruch an, in dem der Sarg schließlich untergebracht wurde. Auf diese Weise konnte man den Wunsch der Regentin erfüllen, neben ihrem Mann bestattet zu werden und trotzdem ihre Pflicht zu erfüllen.

Theaterplatz

Auf dem Theaterplatz befinden sich gleich mehrere Weimar Sehenswürdigkeiten.

Zum einen findest du hier das Deutsche Nationaltheater, in dem Schiller und Goethe zwischen 1799 und 1805 gemeinsam wirkten. Während Schiller seine eigenen Stücke inszenierte, arbeitete Goethe bis zu seinem Rücktritt 1817 als Theaterdirektor.

1919 tagte die Deutsche Nationalversammlung im Theater, um die Weimarer Verfassung zu verabschieden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in eine Rüstungsfabrik umfunktioniert und bei den Luftangriffen 1945 in Schutt und Asche gelegt. Nach dem Krieg baute man das Theater als erstes deutsches Theater wieder auf und schon 1948 erfolgte die Neueröffnung mit Faust I.

Heute beherbergt das Theater neben einem Schauspiel- und Musiktheaterensemble mit klassischen bis zeitgenössischen Werken die Staatskapelle Weimar.

Goethe-Schiller-Denkmal

Direkt vor dem Gebäude befindet sich das Goethe-Schiller-Denkmal, das 1857 eingeweiht wurde und zweifelsohne zu den meistfotografierten Motiven in Weimar gehört.

Für das bronzene Denkmal nutzte man eingeschmolzene türkische Kanonen, die der bayrische König Maximilian II. zur Verfügung stellte. Und obwohl die beiden Dichter sich deutlich in ihrer Körpergröße unterschieden (Schiller war wesentlich größer), stellte man sie gleich groß dar. Auf diese Weise sollte die literarische Ebenbürtigkeit betont werden.

Das Goethe-Schiller-Denkmal gehört zu den Wahrzeichen von Weimar und gilt als eines der bekanntesten Denkmäler in Thüringen. Kopien des Denkmals stehen in mehreren amerikanischen Städten (darunter San Francisco) und in der chinesischen Gemeinde Anting.

Wittumspalai

Das Wittumspalais wurde zwischen 1767 und 1769 auf dem Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters als Stadtpalais errichtet und war langjähriger Witwensitz der Herzogin Anna Amalia.

Zu ihren Lebzeiten war das Gebäude Zentrum des gesellschaftlichen und literarischen Lebens und Schauplatz der berühmten Tafelrunden des Weimarer Musenhofes.

Wittumspalais in Weimar

Heute dient das Wittumspalais als Museum. Auf einem Rundgang kannst du dir die ehemaligen Wohn- und Repräsentationsräume von Anna Amalia ansehen. Die Zimmer bieten ein anschauliches Bild der adeligen Wohnkultur um 1800. Zu den Highlights zählen der Grüne Salon und das Tafelrundenzimmer.

Eintritt: Erwachsene 7 €, ermäßigt 5 € , unter 16 Jahren frei

Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Im Jahre 1691 gründete Herzog Wilhelm Ernst die „Herzogliche Bibliothek“. Er wollte seine 1400 Bücher der Öffentlichkeit zugänglich machen. Schon in den folgenden 30 Jahren wuchs der Bestand auf 11.000 Exemplare. Ab 1797 leitete Goethe die Bibliothek. Unter seiner Führung wurde der Bestand auf 80.000 Bände erweitert.

Anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Bibliothek, benannte man sie 1991 in die Herzogin Anna Amalia Bibliothek um. Traurige Bekanntheit erlangte sie 2004, als im Dachstuhl ein Feuer ausbrach, das rund 50.000 Bände und 35 Gemälde aus dem 16. bis 18. Jahrhundert zerstörte. Rund 62.000 Bände wurde zum Teil stark beschädigt. Der materielle Schaden wurde auf 67 Mio. Euro geschätzt.

Nach einer umfangreichen Restaurierung konnte die Bibliothek 2007 wieder eröffnet werden.

Highlight des historischen Gebäudes ist ohne Zweifel der Rokokosaal, der sich über 3 Geschosse erstreckt und rund 40.000 Bücher beherbergt. Daneben finden sich hier verschiedene Gemälde und Büsten.

Eintritt: Erwachsene 8 €, ermäßigt 6 €

Tipp: Der Rokokosaal gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Weimar. Aufgrund des begrenzten Kontingents (in den Saal dürfen nur 25 Personen gleichzeitig) empfiehlt es sich die Karten im Voraus zu kaufen. Im Tagesverkauf stehen 70 Karten zur Verfügung, die ab 9.30 Uhr in der Touristeninformation und an der Kasse erworben werden können.

Park an der Ilm

Der Park an der Ilm wurde im 18. Jahrhundert unter der Beteiligung von Goethe im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt und bis heute weitgehend unverändert. In der 48 Hektar großen Parkanlage kannst du dich vom Trubel der Stadt erholen und bei einem schönen Spaziergang weitere Sehenswürdigkeiten entdecken.

Im Süden des Parks findest du das Römische Haus. Es entstand unter der Leitung Goethes zwischen 1791 und 1798 als Gartenhaus für den Herzog Carl August. Charakteristisch für den klassizistischen Bau ist seine Anlehnung an die römischen Villen.

Das Gebäude kann in der Sommersaison kostenfrei besichtigt werden.

Römisches Haus in Weimar

Sehenswert ist auch Goethes Gartenhaus, in dem der Dichter zwischen 1776 und 1782 lebte und an einigen seiner wichtigsten Werke arbeitete. So erschuf er Teile der Prosafassung der „Iphigenie auf Tauris“ und arbeitete an seinen Dramen „Egmont“ und „Torquato Tasso“. Auch der „Erlkönig“ entstand hier.

Goethes Gartenhaus

Heute dient das Gartenhaus als Museum. Erkunden kannst du das Speisezimmer und die Küche im Erdgeschoss sowie die vier Räume in der oberen Etage, die Goethe als Arbeits-, Wohn- und Schlafbereich nutzte. Und natürlich ist auch der Garten, den Goethe mit großer Hingabe anlegte und pflegte, wirklich schön anzusehen.

Eintritt: Erwachsene 7 €, ermäßigt 5 € | Im Garten kannst du kostenlos spazieren gehen.

Daneben gibt es im Park noch viel mehr zu entdecken wie zum Beispiel das Shakespeare-Denkmal und die Ruine des Tempelherrenhauses.

Shakespeare Denkmal
Shakespeare-Denkmal
Ruine des Tempelherrenhauses
Ruine des Tempelherrenhauses

Bauhaus-Museum

Im Jahr 1919 gründete Wolfgang Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums eröffnete 2019 das neue Bauhaus-Museum am Stéphane-Hessel-Platz. Auf 5 Ebenen kannst du rund 13.000 Ausstellungsstücke bewundern, darunter die bekannte Wagenfeld-Lampe und Breuers Holzlattenstuhl. Mit der Gropius-Sammlung besitzt das Museum zudem den weltweit ältesten Bauhaus-Bestand.

Daneben gibt es Wechselausstellungen mit umfangreichem Begleitprogramm.

Eintritt: Erwachsene 10 €, ermäßigt 7 €, unter 16 Jahren frei

Falls du von Bauhaus nicht genug bekommst, statte dem Haus Am Horn einen Besuch ab. Es befindet sich im nördlichen Teil des Ilmparks und wurde 1923 als Musterhaus zur Bauhaus-Ausstellung errichtet.

Eintritt: Erwachsene 5 €, ermäßigt 4 €

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Weimar

Schloss Belvedere

Schloss Belvedere befindet sich südlich von Weimar und gehört definitiv zu den schönsten Schlössern in der Region.

Schloss Belvedere bei Weimar

Die barocke Schlossanlage wurde zwischen 1724 und 1748 als Sommerresidenz für Herzog Ernst August erbaut. Als Vorbild diente Schloss Belvedere in Wien.

Bis 1904 nutze die großherzoglichen Familie von Sachsen-Weimar-Eisenach das Schloss als Sommersitz. Seit 1923 befindet sich darin ein Museum mit einer Ausstellung zum Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts.

Schloss Belvedere

Das Highlight ist für uns der 43 Hektar große Schlosspark mit Orangerie, Lust- und Irrgarten und Gärtnerhaus. Er wurde ursprünglich als barocke Gartenanlage in einem strengen französischen Stil um das Schloss herum angelegt, später aber im Sinne eines englischen Landschaftsparkes umgestaltet.

Schlosspark im Schloss Belvedere

Die Parkanlage kann kostenfrei besichtigt werden.

Eintritt für das Museum: Erwachsene 7 €, ermäßigt 5 €

Gedenkstätte Buchenwald

Zum Abschluss widmen wir uns der dunkelsten Geschichte Weimars.

Auf dem Ettersberg, nur wenige Kilometer nordwestlich der Stadt, wurde 1937 das Konzentrationslager Buchenwald in Betrieb genommen. Es war eines der größten deutschen Konzentrationslager. Bis 1945 waren über 260.000 Menschen verschiedener Nationen inhaftiert. Rund 56.000 Menschen starben. Nach Kriegsende nutzen die Sowjets Teile des Geländes als Speziallager Nr. 2. Von den 28.000 Internierten starben 7000.

Eingang zur Gedenkstätte Buchenwald

Von 1954 bis 1958 wurde das Gelände des ehemaligen Lagers in die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald umgewandelt. Da die DDR den Widerstandskampf der kommunistischen Häftlinge überbetonte und andere Häftlingsgruppen weitgehend ignorierte, folgte ab 1991 die Neugestaltung der Gedenkstätte.

Heute erinnern mehrerer Dauerausstellungen an die Gräueltaten der Nazis. Darüber hinaus kannst du dir die Außenanlagen mit den verschiedenen Bereichen ansehen (Häftlingslager, SS-Bereich, Friedhöfe, Mahmalsanlage). Der Eintritt ist frei.

Krematorium in der Gedenkstätte Buchenwald
ehemaliges Krematorium

Wer möchte, kann sich vor dem Besuch die kostenlose App „Buchenwald“ herunterladen. Mit dem Audioguide bekommst du viele Informationen und Zeitzeugenberichte. Alternativ kannst du dir einen Multimedia-Guide in der Besucherinformation ausleihen (Preis: 5 € pro Person).

Außerdem besteht die Möglichkeit an einer Führung teilnehmen. Termine und Preise findest du hier. Und hier bekommst du weitere Informationen über die Gedenkstätte Buchenwald.

Mahnmal bei Gedenkstätte Buchenwald
Mahnmal (Glockenturm)

Praktische Tipps für deinen Städtetrip nach Weimar

Anreise nach Weimar

Reist du mit dem Auto an, nutzt du die A4 zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Von der Abfahrt Weimar sind es noch 5 km bis zum Stadtzentrum.

In der Innenstadt findest du mehrere kostenpflichtige Parkhäuser. Falls du auf der Suche nach einem kostenlosen Parkplatz bist, kannst du hier nachschauen.

Mietwagen gesucht?

Bist du auf der Suche nach einem günstigen Mietwagen, empfehlen wir dir den Vergleichsrechner von Check24*. Was du bei der Mietwagenbuchung beachten solltest, haben wir dir in diesem Beitrag erklärt:

Ansonsten kannst du auch bequem mit der Bahn anreisen. Die meisten Verbindungen führen dich zunächst nach Erfurt und von dort mit dem Regionalexpress weiter nach Weimar. Die Fahrt ab Erfurt dauert eine knappe viertel Stunde. Von Leipzig gibt es eine Direktverbindung in die Stadt (Fahrtdauer ca. 1 h 20 min). Preisauskünfte und Fahrpläne findest du bei der Deutschen Bahn*.

Reist du von Sachsen, Sachsen-Anhalt oder innerhalb Thüringens an, kannst du schauen, ob sich das Thüringen-Ticket für dich lohnt. Das Ticket kann von bis zu 5 Personen genutzt werden und ist ideal für Tagesausflüge, vor allem wenn du auch noch etwas von der Umgebung Weimars anschauen möchtest. Hier* gibt es alle Infos.

Übernachtungsmöglichkeiten

Damit du die meisten Weimar Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erkunden kannst, suchst du dir am besten eine Unterkunft im Zentrum.

  • Hotel Am Frauenplan* – 3 Sterne Hotel in der Nähe von Goethes Wohnhaus, komfortable Zimmer mit eigenem Bad, hoteleigene Lobbybar, WLAN, Frühstück buchbar, kostenpflichtige Parkplätze
  • Hotel & Apartments Fürstenhof am Bauhaus* – 3 Sterne Hotel in der Nähe der Bauhaus-Universität, Zimmer und Apartments mit eigenem Bad, TV und Schreibtisch, WLAN, Frühstück inklusive
  • Hotel Anna Amalia* – 3 Sterne Hotel in der Nähe vom Theaterplatz, komfortable Zimmer mit eigenem Bad und TV oder Apartment mit kleiner Küchenzeile, WLAN, Frühstück inklusive

Falls du dir eine besondere Unterkunft gönnen möchtest, schaue dir unbedingt das Hotel Elephant* an.

Das berühmteste und luxuriöseste Hotel der Stadt befindet sich direkt auf dem Markplatz und zog im Laufe seiner Geschichte namenhafte Dichter und Musiker wie Goethe, Schiller, Liszt und Wagner an. Auch Bauhaus Gründer Walter Gropius und der Schriftsteller Thomas Mann nächtigten hier.

Reiseführer für Weimar

Sparen mit der weimar card

Wie du beim Lesen des Beitrags sicher schon gemerkt hast, sind viele Sehenswürdigkeiten in Weimar nur kostenpflichtig zu besuchen und meistens sind die Eintritte nicht gerade günstig.

Möchtest du dir mehrere Sehenswürdigkeiten ansehen, lohnt sich für dich gegebenenfalls der Kauf der weimar card oder der weimar card plus wenn du auch die Umgebung von Weimar erkunden möchtest.

Die weimar card kostet 32,50 € und ist ab der ersten Nutzung 48 Stunden gültig. Mit ihr bekommst du freien Eintritt unter anderem hier:

  • Goethes Wohnhaus
  • Goethes Gartenhaus
  • Wittumspalais
  • Schloss Belvedere
  • Fürstengrüft
  • Bauhaus-Museum
  • Haus am Horn

Außerdem kannst du kostenfrei an einer Stadtführung teilnehmen, dir den iGuide ausleihen und alle Stadtbuslinien nutzen.

Die Leistungen der beiden Karten findest du hier.

Bitte beachte, dass einige Sehenswürdigkeiten im Winter geschlossen haben. Hier solltest du vor dem Kauf der Karte also genau darauf achten, ob sich der Preis für dich rechnet.

Noch mehr sparen kannst du zum Museumssonntag.

An jedem dritten Sonntag im Monat kannst du die Museen der Klassik Stiftung Weimar kostenfrei besichtigen. Sonderausstellungen sind ausgenommen.

Zeitraum: 12 – 16 Uhr bei Schließzeit um 16 Uhr oder 14 – 18 Uhr bei Schließzeit um 18 Uhr

Das waren die schönsten Sehenswürdigkeiten in Weimar und der Umgebung. Wie gefällt dir die Stadt?


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