Nessebar Altstadt, Bulgarien – Reisetipps & Sehenswürdigkeiten

Nessebar Altstadt, Bulgarien – Reisetipps & Sehenswürdigkeiten

Die an der bulgarischen Schwarzmeerküste gelegene, über 3000 Jahre alte Stadt Nessebar (auch „Perle des Schwarzen Meeres“ genannt) gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Reisezielen des Landes. Besonders die auf einer kleinen, felsigen Halbinsel gelegene Altstadt, welche 1983 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen wurde, zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region.

Wir haben die Altstadt von Nessebar im Rahmen eines Tagesausflugs von Varna aus besucht. In diesem Artikel möchten wir dich auf einen kleinen Rundgang durch die Altstadt mitnehmen und dir ein paar der bekanntesten Sehenswürdigkeiten zeigen.

Anmerkung: Wir waren Anfang Februar in Nessebar. Im Winter ist die Altstadt wie ausgestorben. So haben viele Sehenswürdigkeiten nicht geöffnet und auch Souvenirshops und andere kleine Geschäfte sind geschlossen. Lediglich 2 offene Restaurants konnten wir finden. Das war zwar wirklich schade, aber dafür hatten wir viel Zeit um die Stadt in aller Ruhe zu erkunden. Im Sommer soll die gerade einmal 840 m lange und knapp 350 m breite Insel extrem voll sein, was nicht zuletzt an der Nähe zum touristisch sehr beliebten Sonnenstrand und an der Tatsache liegt, dass dann riesige Kreuzfahrtschiffe im Hafen anlegen. Für uns persönlich wäre es im Sommer zu überlaufen.

Anreise in die Altstadt von Nessebar

Für die Anreise in die Altstadt von Nessebar hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Anreise per Auto
    Zum einen kannst du per Auto anreisen. Dies bietet sich inbesondere für diejenigen an, die sich nicht bereits in Nessebar oder der Umgebung befinden.
    Obwohl die Altstadt selbst autofrei ist, kannst du direkt auf die Halbinsel fahren und dort einen der gebührenpflichtigen Parkplätze (Preise: 1 Stunde – 2 Leva, 2 Stunden – 4 Leva, 3 Stunden – 6 Leva, 4 – 24 Stunden – 8 Leva) benutzen. Alternativ kannst du dir einen Parkplatz in der Neustadt suchen und über die ca. 400 m lange Landenge in die Altstadt laufen.
    Da wir Nessebar von Varna aus besucht haben, haben wir uns einen Mietwagen über Check24* (der mit 5 € am Tag übrigens unschlagbar günstig war) gebucht und sind mit dem Auto angereist. Im Winter waren die Parkplätze nicht gebührenpflichtig.
  • Anreise per Bus
    Befindest du dich zum Beispiel in Burgas oder dem Sonnenstrand kannst du einfach und bequem mit dem Bus anreisen. Dieser hält direkt vor den Stadttoren.
    Von Burgas aus dauert die Fahrt etwa 40 Minuten, vom Sonnenstrand aus ca. 10 Minuten.
  • Anreise per Fahrrad oder zu Fuß
    Wer mag kann sich ein Fahrrad mieten oder auch zu Fuß in die Altstadt laufen. Diese Option ist vor allem für diejenigen interessant, die sich in der Neustadt oder am Sonnenstrand befinden.

Sehenswürdigkeiten

Im Grunde ist die Altstadt selbst schon eine einzige, große Sehenswürdigkeit. Du findest hier kleine, süße Gassen, unglaublich viele historische Gebäude und Ruinen und zahlreiche Wiedergeburtshäuser. Charakteristisch für diese Häuser ist ihre Basis aus dicken, steinernen Mauern und dem Obergeschoss aus Holz (siehe Bilder unten). Früher wurden im Untergeschoss Lebensmittel und Wein gelagert. Das Obergeschoss diente als Wohnraum.

Für die Erkundung der Altstadt solltest du dir ausreichend Zeit nehmen und dich einfach treiben lassen. Wir haben uns die Stadt in aller Ruhe angesehen und mit Fotos und Videos machen etwa 3 Stunden hier verbracht. Falls du noch essen gehen oder shoppen möchtest, solltest du entsprechend mehr Zeit einplanen.

Windmühle aus Holz

Überquerst du die Landenge Richtung Altstadt wird dir zuerst die alte Windmühle aus Holz am Straßenrand begegnen. Von hier hast du einen tollen Ausblick auf das Meer und die Stadt.

Abends wird die Windmühle angestrahlt. Auch hier lohnt sich also ein Besuch.

Stadttor und Stadtmauer

Hast du die Landenge überwunden, befindest du dich direkt vor dem Stadttor und der Stadtmauer. Beide Gebäude wurden im 5. Jahrhundert v. Chr. von den Griechen errichtet und bis ins 14. Jahrhundert hinein ständig erweitert.

Direkt hinter den Stadtmauern findest du eine Tafel mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt und, wenn du noch ein bisschen weiter gehst, das Archäologische Museum.

Basilika am Meer

Vom Parkplatz aus wirst du sie vielleicht schon sehen: die Basilika am Meer – früher die Hauptkirche des Klosters Eleusa. Leider sind heute nur noch die Überreste vorhanden.

Erbaut wurde die Basilika in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts. Im späten Mittelalter wurde sie zerstört. Später soll sie durch ein Erbeben im Meer versunken sein. Erst 1920 wurde sie wieder ausgegraben.

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Kirche des heiligen Johannes Aliturgetos 

Die Kreuzkuppelkirche des heiligen Johannes Aliturgetos entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts und gilt als größter mittelalterlicher Bau in der Altstadt von Nessebar. Vor allem ihre reichlich verzierte Fassade ist ein echtes Highlight, weshalb sie zu den schönsten Kirchen der Stadt zählt. Zu ihren Füßen findest du Reste der alten Stadtmauer.

Leider wurde bei einem Erdbeben im Jahr 1913 das Dach zerstört und auch Teile der Mauer fehlen inzwischen.

Kirche Sveti Stefan

Nur unweit der Kirche des heiligen Johannes Aliturgetos entfernt, findest du die Kirche des Heiligen Stefan.

Die dreischiffige Basilika wurde als neue Metropolis Kirche im 10. Jahrhundert gebaut. Im Inneren soll sich die schönste Wandmalerei von Nessebar befinden. Über 250 Wandmalereien schmücken Wände, Decken und Säulen. Die Fresken entstanden im 16. Jahrhundert und stellen die Jungfrau Maria dar, der die Kirche anfangs geweiht war. Außerdem befindet sich im Inneren der vergoldete Bischofsthron aus Holz.

Der Eintritt kostet 6 Leva. Leider war die Kirche während unseres Besuches geschlossen.

Kirche-Sveti-Stefan-Nessebar

Christus Pantokrator Kirche

Am Hauptplatz der Altstadt befindet sich die Christus Pantokrator Kirche.

Entstanden ist die Kreuzkuppelkirche im 13. und 14. Jahrhundert. Auch diese Kirche hat eine reiche Außenverzierung und gehört zu den Highlights der mittelalterlichen Baukunst. 1972 wurde fast die gesamte Kirche bei einer Restaurierung wiederhergestellt.

Heute soll sie in erster Linie eine Museumsfunktion haben und eine Ausstellung über alte Stadtpläne aus dem 4. – 19. Jahrhundert beherbergen. Leider hatte sie im Winter nicht geöffnet.

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Alte Metropoliten Kirche

Die Alte Metropoliten Kirche, welche der heiligen Sophia geweiht war, wurde im späten 5. und frühen 6. Jahrhundert erbaut und ist somit die älteste Kirche der Stadt. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie erst im 9. Jahrhundert.

Heute sind von der berühmtesten Kirche Nessebars nur noch Ruinen übrig. Lediglich die Außenmauern sind noch zu sehen. Ihre einstige Schönheit lässt sich nur noch erahnen. Früher sollen die Innenwände mit bunten Fresken versehen und der Fußboden vollständig durch Mosaike bedeckt sein.

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Neben diesen Kirchen gibt es noch weitere Kirchen in der Altstadt von Nessebar zu entdecken. So könnt ihr zum Beispiel die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers (links), die Kirche der Erzengel Michael und Gabriel (Mitte) oder die Kirche der Heiligen Mutter Gottes (rechts) anschauen.

Bunata Beach

Möchtest du dich etwas entspannen, lohnt sich ein Besuch des Bunata Beach. Hierbei handelt es sich um eine schöne kleine Bucht, an der du spazieren gehen oder einfach mal die Seele baumeln lassen kannst.

Im Sommer kannst du hier baden gehen. Das Wasser ist sehr klar, aber es befinden sich viele Algen im Meer. Am Strand wimmelt es vor Muscheln, so dass Badeschuhe empfehlenswert sind. Wer möchte, kann sich eine Liege mieten. Einen Bademeister soll es auch geben.

Hafen der Altstadt von Nessebar

Besuchst du die Kirche des Heiligen Johannes Aliturgetos kannst du über die Stufen hinunter direkt zum Hafen von Nessebar gehen.

Im Winter haben wir jede Menge Fischerboote gesehen. Auch kleine Yachten sollen hier anlegen. Im Sommer laufen die großen Kreuzfahrtschiffe ein. Dann kann es am Hafen schon mal voll werden.

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Nessebar Altstadt – Video

Weitere Eindrücke von unserem Ausflug nach Nessebar bekommst du in unserem YouTube Video:

Warst du schon einmal in Bulgarien und vielleicht sogar in Nessebar?



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