Herkulessäulen Wanderung & weitere Highlights im Bielatal

Blick auf die Herkulessäulen

Das Bielatal ist eines der schönsten Wandergebiete in der Sächsischen Schweiz. Hier gibt es viel zu entdecken. Die Wanderung rund um die Herkulessäulen gehört zu unseren absoluten Favoriten im Elbsandsteingebirge, auch wenn wir die Tour unfreiwillig abgekürzt hatten, aber dazu später mehr.

In diesem Beitrag möchten wir dir die Wanderroute vorstellen und dir die Highlights zeigen. Die Wanderung selbst ist sehr abwechslungsreich, aber auch recht anstrengend, denn es geht mehrfach auf und ab.

Letzte Aktualisierung am 29.08.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

AnFahrt & Parken

Um zu den Herkulessäulen zu gelangen, fährst du durch den Ort Bielatal in Richtung Rosenthal. Kurz vor Rosenthal biegst du rechts Richtung Schweizermühle ab.

Zum Parken hast du 2 Optionen – den Wanderparkplatz Schweizermühle und den Waldparkplatz an der Ottomühle. Bei beiden Parkplätzen kostet das Tagesticket günstige 3 €. Bezahlt wird das Ticket, wie in der Sächsischen Schweiz üblich, mit Münzgeld. Möchtest du mehrere Tage in der Region wandern, solltest du vor deiner Reise unbedingt Kleingeld sammeln.

Wir hatten unser Auto an der Ottomühle abgestellt. Hier können auch Motorräder für 2 € und Wohnmobile für 6€ / Tag parken.

Auch wenn das Bielatal noch nicht von Touristen überrannt ist, solltest du nicht allzu spät vor Ort sein, um noch einen Parkplatz zu ergattern und die Tour in aller Ruhe zu wandern. Spätestens um die Mittagszeit herum wird es deutlich voller. Frühmorgens gegen 8 Uhr hatten wir den Parkplatz noch fast für uns allein.

Unsere Route

Um uns die verschiedenen Highlights im Bielatal anzusehen, hatten wir uns diese Wanderung ausgesucht.

Hinweis: Ein großer Teil der Wanderung führt über den Forststeig (mit senkrechtem gelbem Strich markiert). Die Trekkingroute ist für trittsichere und gut ausgerüstete Wanderer empfohlen und nur im Zeitraum von April – Oktober begehbar.

Kurz und knapp

Route: Ottomühle – Herkulessäulen – Felsenlabyrinth – Schlucht – Felsengasse – Johanniswacht – Sachsenstein – Kaiser-Wilhelm-Feste (Bielablick) – Ottomühle

Länge: ca. 6 km

Dauer: ca. 3 – 4 Stunden

Schwierigkeit: mittel

Unsere Wanderung starteten wir am Waldparkplatz der Ottomühle. Der Wanderpfad führt dich von hier direkt in den Wald hinein. Nachdem du die Biela überquert hast, geht es über unterschiedlich hohe Stufen und Wurzeln stetig bergauf bis zu den Herkulessäulen. Die 2 markanten Felstürme kannst du nicht verfehlen.

Fels mit Baum
auf dem Weg zu den Herkulessäulen

Anschließend geht der Weg weiter durch das “Felsenlabyrinth” und die “Schlucht” nach unten in Richtung Straße. Hier ist Trittsicherheit gefragt, denn die teilweise hohen Felsen auf dem Weg machen das Laufen nicht gerade leicht.

Felsenlabyrinth Durchgang
Weg nach unten

Hast du die Straße überquert, geht es über eine steile Treppe nach oben zur Johanniswacht. Unterwegs muss man die Felsengasse passieren. Hier heißt es Kopf einziehen.

Felsengasse auf dem Weg zur Johanniswacht
Eingang zur Felsengasse

Am Ende müssen noch ein paar Eisenleitern überwunden werden und dann bist du an der Johanniswacht angekommen. Von hier hast du eine fantastische Aussicht.

Eisenleitern auf dem Weg zur Johanniswacht
Eisenleitern auf dem Weg zur Johanniswacht

Nach der Anstrengung kannst du dich jetzt etwas erholen, denn der Weg geht gemütlich weiter durch den Wald und später über einen Schotterweg bis zu ein paar Treppen, die dich nach unten zum Sachsenstein führen.

Die Mutigen können den Aufstieg auf den Sachsenstein wagen. Für alle anderen geht es direkt weiter die Treppen nach unten, bis man wieder auf der Straße ankommt. Dieser folgt man Richtung Schweizermühle.

Leiter auf den Sachsenstein
Leiter auf den Sachsenstein

Im Ort angekommen kannst du einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt Nachbar machen. Ansonsten führt dich der Weg rechts weiter zum Bielablick (der Kaiser-Wilhelm-Feste). Anschließend gehst du wieder ein paar Meter zurück zur Wegkreuzung und von dort den Weg oberhalb der Herkulessäulen zurück zur Ottomühle. Unterwegs hast du nochmals einen schönen Ausblick auf die Herkulessäulen.

Tipp: Von der Ottomühle aus kannst du noch einen Abstecher zur Bennohöhle machen. Hierfür solltest du auf jeden Fall eine Taschenlampe mitnehmen.


Unser Fehler: Als wir nach dem Sachsenstein in Richtung Schweizermühle liefen, sind wir zu früh rechts abgebogen (Schild Bielablick / Herkulesquelle), anstatt bis zum Ort zu laufen. Die Herkulesquelle hatten ohne Probleme gefunden. Sie ist nicht sonderlich spektakulär.

Danach folgten wir der gelben Markierung und wunderten uns, dass es nicht wieder steil bergauf geht. Ehe wir merkten, dass wir komplett falsch liefen waren wir schon wieder an den Herkulessäulen angekommen. Da wir von der vorherigen Wanderungen ziemlich kaputt waren und in der Nähe keinen Weg nach oben fanden, sind wir wieder zurück zur Ottomühle gelaufen.

Den Weg oben entlang laufen wir beim nächsten Mal. Da wir ziemliches Pech mit dem Wetter hatten, wollten wir die Wanderung eh wiederholen.

Highlights auf der Wanderung

Herkulessäulen

Die Große Herkulessäule und die Kleine Herkulessäule sind das absolute Highlight auf der Wanderung und die Hauptsehenswürdigkeit im Bielatal. Die beiden freistehenden Felstürme wirken ziemlich fragil, sind aber beliebte Kletterfelsen. Möchtest du einen ungestörten Blick auf die Herkulessäulen haben, solltest du frühmorgens vor Ort sein.

Herkulessäulen

Johanniswacht

Einen tollen Ausblick auf die Umgebung und die zerklüfteten Felsformationen hast du von der Aussichtsplattform Johanniswacht. Hast du den mühsamen Aufstieg von der Straße aus geschafft, trennen dich nur noch ein paar Felsstufen und 2 kurze Eisenleitern vom Ziel.

Johanniswacht Aussicht

Die Aussichtsplattform ist mit einem Geländer gesichert.

Sachsenstein

Ein kleines Abenteuer kannst du auf dem Sachsenstein erleben. Hier geht es eine steile Leiter und mehrere kleinere, mitunter ebenfalls steile Leitern nach oben. Rund 120 Stufen gilt es zu überwinden. Auf dem Weg musst du dich durch eine enge Felsspalte quetschen. Mit Rucksack hast du hier keine Chance.

Hinauf auf den Sachsenstein
es geht hoch hinaus

Die Aussicht selbst ist nicht sonderlich spektakulär. Das Highlight ist hier der Aufstieg.

Aussicht vom Sachsenstein

Vor dem Sachsenstein gibt es eine kleine Bank. Sollte einer von euch also keine Lust haben den Sachsenstein zu erklimmen, kann er dort warten und auf die Rucksäcke aufpassen.

Kaiser-Wilhelm-Feste

Die Kaiser-Wilhelm-Feste, auch bekannt als Bielablick, ist eine künstliche Bastion von 1880. Im Jahr 1992 wurde sie umfassend saniert und rekonstruiert.

Kaiser-Wilhelm-Feste
Blick auf die Feste vom Aussichtspunkt Johanniswacht

Auch wenn die Feste selbst nichts besonderes sein soll, hast du hier immerhin einen tollen Ausblick von der anderen Seite auf die Umgebung.

Hast du noch Fragen zu dieser Wanderung? Warst du schon einmal in der Sächsischen Schweiz wandern? Falls ja, welche ist deine Lieblingsroute?


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