Moritzburg – Reisetipps & Sehenswürdigkeiten

Schloss Moritzburg

Moritzburg ist vor allem für sein Schloss, ein Schauplatz des Märchens „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, landesweit bekannt. Doch die Kleinstadt in der Nähe von Dresden hat noch einiges mehr zu bieten wie etwa das kleinste Königsschloss Sachsens oder den zweitältesten Binnenleuchtturm Deutschlands.

In diesem Beitrag stellen wir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Moritzburg vor und geben ein paar Tipps für den Besuch.

Anreise nach Moritzburg

Anreise per PKW

Am einfachsten ist die Anreise mit dem PKW.

Aus Richtung Berlin kommend nutzt du die A13 bis zur Ausfahrt 21 – Radeburg. Von hier sind es noch etwa 9 km bis nach Moritzburg. Aus allen anderen Richtungen fährst du auf der A4 bis zur Ausfahrt 80 – Dresden, Wilder Mann. Nach etwa 10 km erreichst du die Stadt.

Vor Ort gibt es zahlreiche Parkplätze. Hier findest du eine Übersichtskarte: Parkplätze in Moritzburg. Der Parkplatz an der Waldschänke ist kostenlos. Dafür musst du von hier knappe 2 km bis zum Schloss laufen, hast es aber bis zu den anderen Sehenswürdigkeiten nicht weit.

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Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Dresden aus kommst du mit der Buslinie 477, von Meißen mit der Linie M nach Moritzburg.

Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Lößnitzgrundbahn – einer Schmalspurbahn, die zwischen Radebeul und Radeburg verkehrt und dabei in Moritzburg Halt macht. Besonders schön soll die Fahrt zum Sonnenaufgang sein, wenn die Dampflok über den 210 m langen Damm den Dippelsdorfer Teich überquert.

Blick auf Lößnitzgrundbahn
Lößnitzgrundbahn

Sehenswürdigkeiten in Moritzburg

Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg, zweifellos die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, stammt aus dem 16. Jahrhundert und bekam seine heutige, barocke Gestalt im 18. Jahrhundert unter August dem Starken. Dieser ließ das ehemalige Jagdhaus zu einem Jagd- und Lustschloss umbauen. Es beherbergt nunmehr 12 Wohnquartiere mit insgesamt über 200 Räumen.

Schloss Moritzburg mit Schlossteich

Eine große Terrassenanlage mit zahlreichen Skulpturen verläuft einmal um das Schloss herum.

Schloss Moritzburg mit Terrasse

Umgeben ist das auf einer künstlichen Insel stehende Schloss von einem großen Schlossteich – ein tolles Fotomotiv.

Schlossteich mit Schloss Moritzburg im Hintergrund

Der ursprünglich viel größer geplante Schlosspark, der wegen des Todes von August dem Starken nie fertiggestellt wurde, lädt zu Spaziergängen ein. Diesen kannst du kostenfrei besuchen.

Ein Eintritt ist nur fällig, wenn du dir das Innere des Schlosses ansehen möchtest. Hier findest du ganzjährig die Barockausstellung mit dem Moritzburger Federzimmer, den Ledertapeten, der Jagdtrophäensammlung und Teile des einst verschollenen Wettiner Schatzes.

Eintritt: 10 € pro Person inkl. HistoPad, ermäßigt 8 €, Kinder zwischen 6-16 Jahren 3 € | Kombiticket mit Fasanenschlösschen 14 € bzw. 11 € ermäßigt

Tipp: Möchtest du dir mehrere Schlösser und Burgen in Sachsen ansehen, lohnt sich für dich ggf. der Erwerb der schlösserlandKARTE. Diese gibt es für 10 Tage oder 1 Jahr. Mit ihr bekommst du freien Eintritt in zahlreiche Objekte.

Hinweis: In die historischen Schlossräume dürfen keine Kinderwagen mitgenommen werden.


Bekannt ist Schloss Moritzburg vor allem als Schauplatz für „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – einem Märchen, das in der Weihnachtszeit gefühlte hundert Mal im Fernsehen kommt. Dem Film gewidmet gibt es jedes Jahr zur kalten Jahreszeit eine Winterausstellung. Im Sommer findet ein Musical statt.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
  • Darsteller: Libuse Safránková, Pavel Trávnícek, Carola Braunbock, Rolf Hoppe, Karin Lesch
  • Regisseur(e): Václav Vorlícek
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen
  • Sprache: Schweizerdeutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Liebhaber des Märchens finden auf der Treppe Aschenbrödels Schuh.

Aschenbrödels Schuh

Fasanenschlösschen

Rund 2 km vom Schloss Moritzburg entfernt, befindet sich das um 1770 errichtete Fasanenschlösschen, das einzige im Spätrokoko-Stil erhaltene Schloss in Sachsen und mit seinen 180 Quadratmetern das wohl kleinste Königsschloss im Bundesland.

Fasanenschlösschen

Den Grundstein legte August der Starke 1728, als er eine Fasanerieanlage östlich des Jagdschlosses errichten ließ. Nachdem dieses im Siebenjährigen Krieg verwüstet wurde, ließ Camillo Graf Marcolini ein paar Jahre später ein Sommerschlösschen direkt über dem alten Fasenenhaus errichten. Später kamen weitere Gebäude, eine Brunnenanlage und eine Buchstabenhecke hinzu.

Eine Besichtigung ist nur in der Sommerzeit (Mai – Oktober) und auch nur im Rahmen einer Führung möglich. Zu sehen gibt es originalgetreu restaurierte Möbel, exotische und weltweit einzigartige Wandbespannungen aus Federn, Stroh, Perlen und chinoischen Stickereien sowie Vogelpräparate. Das Fasanenschlösschen ist eines der bedeutsamsten Denkmäler von hohem kunsthistorischen Wert in Deutschland.

Eintritt: 7 € pro Person, ermäßigt 6 €

Leuchtturm

In unmittelbarere Nähe des Fasanenschlösschen findest du eine kleine Hafenanlage mit Leuchtturm und Mole. Gebaut im späten 18. Jahrhundert ist er einer der ältesten Binnenleuchttürme im Land.

Leuchtturm

Früher diente das Areal zum Nachahmen von Seeschlachten. Gewidmet ist die Anlage der Seeschlacht von Çeşme im Jahr 1770, als die Russen die osmanische Flotte besiegten – nach 1571 die größte osmanische Niederlage auf See.

Ein Besuch ist auch hier nur im Rahmen einer Führung in den Monaten Mai – Oktober möglich.

Käthe Kollwitz Haus

Nach ihrer Flucht aus Berlin 1943 lebte Käthe Kollwitz bis zu ihrem Tod im Rüdenhof in der Nähe vom Schloss Moritzburg.

Käthe Kollwitz Haus

Heute als Käthe Kollwitz Haus bekannt, beherbergt der Rüdenhof ein Museum mit einer grafischen Sammlung von etwa 30 Originalen aus mehr als 50 Jahren künstlerischen Schaffens. Fotografien sowie Tagebuch- und Briefauszüge geben einen Einblick in das Leben der Künstlerin. Insgesamt können 6 Räume besichtigt werden, darunter auch das Eckzimmer, in dem Käthe Kollwitz wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges verstarb.

Eintritt: 4 € pro Person, ermäßigt 3 €, Familienticket 9 €

Moritzburger Kirche

Die unter Denkmalschutz stehende, 47 Meter hohe Moritzburger Kirche wurde 1904 festlich eingeweiht und während des Zweiten Weltkrieges zweimal fast durch einen Brand vernichtet. Nachdem sich jahrelang niemand um die Kirche kümmerte, begann man 1992 mit der Sanierung. Erst 2010 wurde sie fertiggestellt.

Ihre Optik macht die Kirche zu einem tollen Fotomotiv. Im Inneren warten unter anderem das wesentlich ältere Altargemälde „Die Verklärung Christi“ von 1669 und die Jehmlich-Orgel mit einem spätromanischem Klangbild.

Moritzburger Kirche

In der Moritzburger Kirche findet jährlich im August das Moritzburger Kammermusikfestival statt.

Aktivitäten in Moritzburg

Nachdem du dir die Sehenswürdigkeiten in Moritzburg angesehen hast, warten noch einige tolle Aktivitäten auf dich:

  • Besuch des Wildgeheges

    Das Wildgehege in Moritzburg beheimatet über 30 heimische Tierarten wie Wildschweine, Waschbären, Rot- und Damwild, Frettchen, verschiedene Fuchsarten und sogar Wölfe. Die Tiere leben in großen, möglichst naturnahen Gehegen.
    Neben den Tieren findest du hier Überreste historischer Mauern, denn schon 1693 wurde der „Alte Thiergarten“ errichtet – ursprünglich für Parforce- und Treibjagden.
    Der Besuch ist kostenpflichtig.
  • Besuch eines Hochseilgartens

    Davon gibt es in Moritzburg gleich zwei – einen Waldhochseilgarten im Abenteuerpark in der Nähe des Wildgeheges und einen Hochseilgarten am Mittelteich. Im Abenteuerpark kannst du zudem Bogenschießen.
  • Ausflug zum Dippelsdorfer Teich

    Hier kannst du Spazieren gehen oder im Sommer Baden. Mehrmals täglich fährt zudem die Lößnitzgrundbahn über den Damm – ein sehenswertes Ereignis.

Wandern in Moritzburg

Die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Moritzburg kannst du prima auf einer Wanderung kombinieren. Hier bietet sich der Königsweg an – eine 11 km leichte, barrierefreie Rundwanderung. Eine Infobroschüre findest du hier: Königsweg.

Wir persönlich würden die Wanderung andersherum laufen und mit dem Schloss beginnen und das möglichst frühmorgens wenn noch nicht so viele Besucher unterwegs sind. So können noch in Ruhe Fotos gemacht werden. Das Innere des Schlosses kann man sich ja trotzdem zum Schluss erst anschauen.


Ansonsten bietet sich auch der 12 km leichte Teiche-Rundweg für eine schöne Wanderung inmitten der Natur an. Hier gibt es die Infobroschüre: Teiche-Rundweg.

Moritzburg – Touren

Möchtest du Moritzburg nicht auf eigene Faust erkunden, gibt es verschiedene Touren:

Wie gefällt dir Moritzburg? Hättest du gedacht, dass die Kleinstadt so viel zu bieten hat?


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