Pobiti Kamani – Ein Ausflug zum Steinernen Wald Bulgariens

Stone Forest Pobiti Kamani

Etwa 18 km westlich von Varna kannst du ein seltenes Naturphänomen erkunden, welches Forschern seit vielen Jahren Rätsel aufgibt: Pobiti Kamani, auch bekannt als Steinerner Wald oder Stone Forest.

In Bulgariens einziger Wüste finden sich auf einer Fläche von mehr als 7 km² unzählige Steinformationen. Diese sind in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die bekannteste ist die Diklitasch Gruppe, welche nicht nur die größte, sondern auch die am besten erhaltene Gruppe ist. Auf einem Streifen von 850 x 120 m stehen über 300 Steinsäulen mit einer Höhe von bis zu 7 m und einer Breite von bis zu 3 m. Einige Säulen stehen allein, andere zusammen; manche sind zerbrochen oder umgefallen, andere noch sehr gut erhalten. Viele der Säulen sind in der Mitte hohl.

Übersetzt bedeutet Pobiti Kamani „in den Boden gerammte Steine“. Diesen Namen bekam das Areal, weil die Steinsäulen aussehen, als hätte sie ein Riese in die Erde gerammt.

Pobiti Kamani

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Anreise, Eintritt & Öffnungszeiten

Anreise

Mit dem Auto gestaltet sich die Anreise zum Steinernen Wald ganz einfach. Fahre auf der Autobahn A2 (E70) Richtung Sofia und verlasse sie in Slanchevo. Von dort ist der Stone Forest ausgeschildert. Vor Ort befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Wir haben den Tipp bekommen keinerlei Wertsachen im Auto zu lassen, weil sich dort Diebesbanden herumtreiben sollen.

Solltest du kein Auto haben, kannst du mit dem Bus anreisen. Die Linie 43 fährt vom Stadtzentrum in Varna bis zum Dorf Slanchevo. Von dort ist es noch ein Fußweg von ca. 3 km.

Alternativ kannst du mit dem Taxi anreisen. Von Varna aus kostet dies um die 10 – 15 € (einfache Strecke). Für den Rückweg vereinbarst du entweder eine Zeit mit dem Taxifahrer oder bittest die Angestellten vor Ort dir eines zu rufen.

Wir sind mit einem Mietwagen von Varna aus angereist.

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Eintritt

Der Eintritt kostet 3 Leva pro Person. Im Winter mussten wir nichts bezahlen.

Öffnungszeiten

Offiziell hat der Stone Forest von 10 – 17 Uhr geöffnet, wobei er im Winter am Wochenende und im Sommer am Montag geschlossen hat.

Da das Gelände aber offen und daher frei zugänglich ist, sollte auch ein Besuch außerhalb der Öffnungszeiten kein Problem sein. Wir waren im Winter an einem Mittwoch hier. Es war kein Personal vor Ort, nur ein paar andere Besucher. Trotzdem kamen wir ohne Probleme auf das Gelände und hatten auch nicht das Gefühl, das wir uns „illegal“ dort aufhalten.

Pobiti Kamani – Das Gelände

Vom Parkplatz aus läufst du die paar Meter zum Eingang. Hier findest du eine Infotafel zum Steinernen Wald. Außerdem geben dir die Angestellten eine kurze Einweisung mit den wichtigsten Informationen.

Eingangsbereich

Bei unserem Besuch waren keine Angestellten vor Ort, weshalb wir keine weiteren Informationen bekamen. Auch die Infotafel konnten wir im Winter nicht finden.

Anschließend kannst du das Gelände frei erkunden. Für den Besuch solltest du etwa 1 – 2 Stunden einplanen.

Steinformationen

Da die Säulen auf sandigem Boden stehen und es keine befestigten Wege gibt, ist festes Schuhwerk definitiv zu empfehlen.

Pobiti Kamani
Steinformation

Wundere dich nicht, falls Menschen die Säulen umarmen. Angeblich entziehen die Steine schlechte Energie. Am stärksten soll die Energie im Steinkreis sein, der sich weiter hinten auf dem Areal befindet. Diese Formation wurde als einzige von Menschen erschaffen.

Steinkreis im Steinernen Wald

Kleiner Tipp: Möchtest du den Steinernen Wald im Sommer besuchen, solltest du nicht während der Mittagszeit hierher kommen. Es gibt kaum Bäume und somit auch kaum Schatten.

Wie entstand der Steinerne Wald?

Wie genau der Steinerne Wald entstanden ist, weiß niemand so genau. Offiziell existieren um die 15 Theorien.

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurde angenommen, dass die Steinformationen Überbleibsel einer alten Stadt seien. Nur unweit vom Stone Forest entfernt war einst die größte römische Siedlung Marcianopolis. Ein russischer Offizier stellte jedoch fest, dass der Stone Forest nichts mit den Römern zu tun hat.

Inzwischen ist man sich wohl einig, dass die Säulen vor 50 Millionen Jahren ganz natürlich auf dem Meeresgrund entstanden sind, etwa durch die Ablagerung von Korallen und Algen. Aber auch eine Formung durch die Gezeiten ist möglich.

Blick auf Pobiti Kamani

Für uns gehört der Steinerne Wald auf jeden Fall auf die Liste der Bulgarien Sehenswürdigkeiten, die man sich unbedingt einmal angesehen haben sollte. Was denkst du darüber? Gibt es weitere Sehenswürdigkeiten in Bulgarien, die du uns empfehlen kannst?


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