Affenwald Ubud auf Bali – Infos & Tipps für deinen Besuch

Ubud ist eines der beliebtesten Reiseziele auf Bali. Hier findest du sattgrüne Reisterrassen, imposante Wasserfälle, zahlreiche Tempel und sehr gutes Essen. Doch Ubud ist auch eines: hektisch, laut und voller Trubel. Möchtest du der Hektik für ein paar Stunden entfliehen, empfehlen wir dir in den Affenwald Ubud (auch Sacred Monkey Forest Sanctuary genannt) zu gehen. In dieser Idylle kannst du dich wunderbar entspannen.

Der Monkey Forest zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Region und wird monatlich von über 10.000 Touristen besucht. Im Wald leben um die 600 – 700 Javaneraffen, die sich in kleinen Grüppchen an verschiedenen Orten aufhalten. Wenn sie nicht gerade fressen, kannst du sie beim lausen, schlafen oder spielen beobachten.

Affenwald Ubud - Affe beim Fressen

Affenwald Ubud – Anreise

Der Affenwald liegt inmitten von Ubuds Dschungel, südlich des Zentrums, in der Monkey Forest Street.

Du kannst ihn ganz einfach per Auto oder Roller erreichen. Möchtest du nicht selbst fahren, kannst du dich von einem Taxi oder privaten Fahrer hinbringen lassen. Gerade der Transport mit einem privaten Fahrer ist auf Bali nicht unüblich und meist sogar billiger als die Fahrt mit dem Taxi. Aber auch im Rahmen eines organisierten Ausflugs wird der Affenwald Ubud regelmäßig angesteuert.

Solltest du dich in Ubud befinden kannst du, je nach Entfernung, auch bequem bis zum Monkey Forest laufen.

Erkunden kannst du den Affenwald entweder auf eigene Faust oder mit einem Guide. Wir persönlich bevorzugen die Erkundung auf eigene Faust, wobei man mit einem Guide natürlich mehr Hintergrundwissen vermittelt bekommt.

Affenwald Ubud - Affenfamilie

Eintritt & Öffnungszeiten

Momentan bezahlst du als Erwachsener 80.000 IDR (umgerechnet ca. 5 €) pro Person. Für Kinder sind 60.000 IDR fällig (Stand: Oktober 2019). Der Eintritt ist in den letzten Jahren immer teurer geworden, so dass du unter Umständen bei deinem Besuch mehr bezahlen musst.

Der Park hat täglich von 8.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, wobei 17.30 Uhr der letzte Einlass ist.

Wie eingangs erwähnt, wird der Affenwald sehr gut besucht. Um den Touristenmassen zu entfliehen, empfehlen wir den Park so früh wie möglich zu besuchen. Wir waren kurz nach halb 9 da und hatten den Park noch weitestgehend für uns allein. Als wir mit unserer Erkundung fertig waren, war es schon wesentlich voller. Für den Besuch des Affenwalds empfehlen wir 2 – 3 Stunden Zeit einzuplanen.

Der Affenwald | Monkey Forest Ubud

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermuten würde, so ist das Gelände in erster Linie ein religiöser Ort, auf dem sich 3 hinduistische Tempel aus dem 14. Jahrhundert befinden: der Tempel des Todes, der Tempel des heiligen Wassers und der Kremationstempel. Alle 3 Tempel dürfen von Touristen nicht betreten werden. Der Besuch ist den Einheimischen vorbehalten, die sich oft in traditionellen Gewändern hier aufhalten. Mit etwas Glück kannst du eine der zahlreichen Zeremonien beobachten.

Der Pura Dalem Agung Padangtegal (auch „Great Temple of Death“ genannt) ist der Haupttempel. Dieser ist der Gottheit Shiva gewidmet.

Affenwald-Ubud-Tempel-des-Todes

Den Tempel des Heiligen Wassers findest du am Fuße der Drachentreppe. Leider ist die Treppe mittlerweile ein sehr beliebter Instagram Spot, so dass es hier nur schwer möglich ist die Treppe ungestört zu überqueren, geschweige den ein Foto ohne Touristen zu machen. Direkt in der Nähe befindet sich eine riesige Würgefeige.

Dieser Tempel dient der spirituellen Reinigung. Dem Quellwasser wird eine heiligende Wirkung nachgesagt. Nach der Verbrennung nehmen die Bestattungsgäste hier ein reinigendes Bad, während die Asche und Knochenreste des Verstorbenen in die heiligen Quelle eingetaucht werden.

Affenwald Ubud - Heiliges Wasser

Durch den gesamten Affenwald schlängeln sich schön angelegte Fußwege. Neben zahlreichen Affen kannst du mehr als 115 verschiedenen Baumarten entdecken. Einige dieser Bäume sind heilig. Ihre Blätter werden für Zeremonien, wie etwa die Verbrennung von Verstorbenen, genutzt.

Monkey-Forest-Ubud-Statuen-am-Weg

So verhälst du dich in Gegenwart der Affen richtig – Tipps für deinen Besuch

Auch wenn die Affen im Affenwald Ubud ziemlich zutraulich sind und so gar keine Scheu vor Menschen haben, sind sie immer noch Wildtiere und das sollte einem stets bewusst sein. Entdecken die Affen etwas interessantes lassen sie nicht locker, bis sie es bekommen haben. Damit du den Besuch des Affenwalds unbeschadet überstehst, solltest du dich an ein paar Regeln halten:

  • Regel Nummer 1: Kein Essen mitnehmen!
    Die wohl wichtigste Regel überhaupt. Hast du Essen dabei werden es die Affen wittern und dich so lange belagern, bis sie es in den Händen halten. Im Internet lasen wir von einem Jungen, der Süßigkeiten in der Hosentasche hatte. Wie du dir vielleicht vorstellen kannst ist die Konfrontation für das Kind weniger erfreulich ausgegangen.
    Selbiges gilt auch für Getränke. Besonders auf Plastikflaschen scheinen es die Affen abgesehen zu haben.
  • Keine Wertgegenstände mitnehmen!
    Schon am Eingang stehen Warnschilder, die einen darauf aufmerksam machen, keine Wertgegenstände mitzunehmen. Die Affen klauen alles was nicht niet- und nagelfest ist. Sonnenbrillen, Kameras und Hüte sind besonders beliebt.
  • Nicht füttern!
    Auch wenn es verlockend ist die kleinen Racker zu füttern, solltest du dies tunlichst vermeiden. Die Affen werden mehrmals täglich gefüttert (hauptsächlich mit Süßkartoffeln, aber auch mit Bananen oder Papaya). Industriell verarbeitete Lebensmittel schaden ihnen nur und wo ein Affe ist, sind die anderen meist nicht weit. Innerhalb kürzester Zeit würdest du von einer ganzen Horde belagert werden.
    Wenn du die Affen unbedingt füttern möchtest (was wir niemandem empfehlen würden), kannst du dir vor Ort Babybananen kaufen.
  • Nicht anfassen!
    Ich denke, es versteht sich von selbst, dass man Wildtiere nicht anfassen sollte.
  • Keinen Blickkontakt aufbauen!
    Die Affen könnten das als Herausforderung sehen und angreifen. Besonders bei großen Männchen ist hier Vorsicht geboten.
  • Den Jungtieren nicht zu nahe kommen!
    Ja, Jungtiere sind niedlich und man möchte sie am liebsten anfassen, aber die Mütter verstehen da überhaupt keinen Spaß und sind diesbezüglich äußerst angriffslustig.
  • Nicht unter Bäumen stehen bleiben!
    Es sei denn, du möchtest eine Dusche. Es kommt nicht selten vor, dass die Affen von den Bäumen herunter pinkeln. Das haben wir selbst mehrfach gesehen. Zum Glück waren wir aber immer weit genug weg.
  • Keine Selfies mit Affen schießen!
    So ein Erinnerungsbild mit einem Affen sieht schon toll aus, aber man sollte immer einen respektvollen Abstand zu den Affen halten. Wir haben bei unserem Besuch mehrere Personen gesehen, die unbedingt ein Bild mit den Affen wollten und den Affen so nahe kamen, dass sie angeknurrt wurden. Aus so einer Situation kann schnell ein Angriff entstehen.

Sind die Affen gefährlich?

Affenwald Ubud - Affe gähnen
Zum Glück nur am gähnen

Bevor wir den Affenwald in Ubud besucht haben, haben wir uns diverse Bewertungen im Internet angeschaut. Oft war die Rede von aggressiven Affen, die sogar zugebissen haben. Da wurde einem schon etwas mulmig. Trotz allem sind wir in den Park gegangen.

Während unseres Aufenthaltes war uns gegenüber kein einziger Affe aggressiv. Wir haben uns an die oben beschriebenen Regeln gehalten und unsere Umgebung stets im Auge behalten. Ein Affe hat Tinos Rucksack besprungen als er sich für eine Pause hingesetzt hatte. Dieser ließ sich aber recht einfach wieder herunter schieben, was sicher auch daran lag, dass sich nichts interessantes im Rucksack befunden hat. Am besten ist es übrigens, den Rucksack mit einem Schloss zu sichern. Das mag übertrieben klingen, aber die Affen sind sehr schlau und wissen genau, wie sie die Rucksäcke aufbekommen.

Für den Fall der Fälle gibt es an jeder Ecke mit Steinschleudern bewaffnete Aufseher.

Man muss sich auf jeden Fall immer vor Augen führen, dass es sich hier um Wildtiere handelt. Einige der Personen, die gebissen wurden, sind daran sicher nicht ganz unschuldig. Auch wir haben während unseres Besuches Situationen gesehen, wo man nur mit dem Kopf schütteln konnte – da wurden Affen für Fotos bedrängt, in aller seelenruhe erstmal das Essen ausgepackt oder versucht die Jungtiere zu streicheln. Da braucht man sich wirklich nicht mehr wundern, dass die Affen aggressiv werden. Halte dich an die Regeln und die Affen werden dich mit großer Wahrscheinlichkeit ignorieren. Es gibt natürlich immer Fälle, in denen jemand einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war und scheinbar grundlos gebissen wurde. Eine hunderprozentige Sicherheit gibt es eben nie. Mit diesem Risiko muss man umgehen, wenn man den Affenwald besuchen möchte.

Solltest du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gebissen worden sein, suche auf jeden Fall einen Arzt auf. Mit Affenbissen ist nicht zu Spaßen. Diese können sich nicht nur ganz fies entzünden, neben Hepatitis können die Affen im schlimmsten Fall auch Tollwut übertragen. Zwar sind die Affen im Monkey Forest Ubud laut Homepage tollwutfrei, aber man weiß ja nie.

Monkey Forest Ubud – Video

Einen genaueren Einblick in den Affenwald, seiner wunderschönen Natur und natürlich seiner Bewohner bekommst du in unserem Video:

Warst du schon einmal in einem Affenwald? Was möchtest du dir auf Bali unbedingt ansehen?

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